

Persönliches
49 Facts über mich oder: Was du über mich vielleicht noch nicht wusstest
Ich habe lange überlegt, ob ich das veröffentliche. Nicht weil mir die Facts peinlich wären. Sondern weil ich weiß, dass so eine Liste entweder alles oder nichts bewirkt. Entweder liest jemand das und denkt: die kenne ich jetzt. Oder: die ist mir zu viel.
Beides ist okay. Fangen wir an.
1. Ich bin zur Hälfte Deutsch und zur Hälfte Ecuadorianisch, habe die doppelte Staatsbürgerschaft und habe einen Teil meiner Kindheit in Ecuador verbracht. Spanisch spreche ich fließend – naja, ich verstehe alles und brauche ein paar Tage Anlauf, bis es wirklich fließt.
2. Deshalb höre ich auch gerne Latin Musik. Aber nicht nur. Ich habe seit meiner Jugend eine Schwäche für fast alle Musikrichtungen und kann mich nicht festlegen. Was ich nicht gerne höre: unmelodische elektronische Musik.
3. Mit 16 habe ich in der riesigen CD-Abteilung eines Multimedia-Kaufhauses gearbeitet. Umgeben von Cover-Design und scheinbar unendlicher Musikvielfalt – das war wirklich prägend. Seitdem weiß ich bei fast jedem Interpreten, in welche Richtung er gehört. Und das war noch vor Spotify.
4. Ich würde mir niemals ein Handyspiel herunterladen. Weil ich nicht aufhören könnte zu spielen. Als Kind wurde mir zurecht mein Gameboy abgenommen, nachdem ich zwei Tage durchgespielt hatte. Diese Suchtneigung lebe ich heute lieber im Webdesign aus.
5. Als Kind war ich völlig unsportlich. Ich hatte sogar Förderunterricht in Sport. Und war im Sportunterricht immer diejenige, die als letzte in eine Mannschaft gewählt wurde. Erst mit Ende 20 habe ich festgestellt, dass Sport eigentlich super ist. Ich laufe gerne, mache Kraftsport und Yoga. Aber bitte nicht in Gruppen. Am liebsten alleine und für mich.
6. Ich nehme mir Jahr für Jahr vor, bei einem Lauf mitzumachen. Wenigstens mal einen 5km-Lauf. Habe ich noch nie durchgezogen. Aber eines Tages….!
7. Ich hatte mal einen gut laufenden Food-Blog und Instagram-Account, war Brand Ambassador für ein Fitness- und Ernährungsprogramm und habe damals wirklich konsequent Sport gemacht. Dann kamen ein paar dumme Kommentare aus meinem Umfeld – und ich hatte nicht mehr so viel Lust am Teilen. Manchmal denke ich: Wer weiß, was daraus geworden wäre, wenn ich drangeblieben wäre.
8. Mein bestes Fach in der Schule war immer Kunst. Beim stundenlangen Malen, Basteln und Zeichnen konnte ich immer schon abschalten.
9. Medizin hat mich schon als Kind fasziniert. Ich habe begeistert den Medicus gelesen und die Anatomie des Menschen studiert und die lateinischen Begriffe für Knochen und Muskeln gelernt – was mir später im Studium beim anatomischen Zeichnen zugute kam.
10. Als Kind bin ich mit einem Heilkräuter-Buch durch die Natur gezogen und habe Kräuter gesammelt.
11. Ich wollte schon immer viele Kinder haben. Am liebsten fünf. Nach drei war aus körperlichen Gründen Schluss. Heute weiß ich, dass drei das Leben wirklich gut füllen.
12. Nach der Geburt meines dritten Kindes hatte ich die Klischee-Idee, eine Heilpraktiker-Ausbildung zu machen. Statt Medizon-Studium sozuagen. Das habe ich ein Jahr durchgezogen. Am tollsten fand ich das Blutabnehmen. Dann hat mich eine bekannte Influencerin als Grafikerin für ihre Kosmetik- und Klamottenlabels angeheuert.
13. Bei ihr war ich ein wildes Jahr lang zum ersten Mal in meinem Leben festangestellt. Es gab Kreativ-Scout-Reisen nach LA mit fetter Villa in West Hollywood, ich habe Streetwear entworfen, einen Stand für die Glow konzipiert, Pop-Up-Stores designed. Dann hatte ich genug Remmidemmi und habe beschlossen, meine Energie lieber wieder in mein eigenes Business zu stecken.
14. Mein Mann und ich kennen uns seit der fünften Klasse. Wir sind seit dem Jahr 2000 zusammen und seit 2010 verheiratet. Wir haben schon unglaublich viel miteinander gemeistert.
15. Ich habe mich in ihn verliebt, als er mir erzählt hat, dass er den Buena Vista Social Club kennt. Nach dem Abi sind wir zusammen nach Kuba gereist.
16. Wir sind beide kreativ. Er hat Architektur studiert, ich Kommunikationsdesign. Bei Gestaltungsfragen sind wir meistens einer Meinung – was vielleicht überrascht, aber einfach stimmt.
17. Mein Mann hat sehr früh das Familienunternehmen übernommen. Nicht ganz freiwillig. Sein Vater war sterbenskrank und ihm blieb im Grunde keine Wahl, obwohl er Architektur studiert hatte. Damit war klar: Wir bleiben in Solingen. Was eigentlich nicht unser Plan war.
18. Nachdem das feststand, habe ich mich direkt nach dem Studium für die Selbstständigkeit entschieden. Ich wusste, dass ich nicht den klassischen Agenturalltag mit dem Pendeln nach Düsseldorf oder Köln mit unserem Familienleben verbinden wollte.
19. Stattdessen habe ich mir einen Hund gekauft. Unseren ersten Dackel Coco. Dank Coco bin ich aus meinem damaligen Home-Office rausgekommen.
20. 2019, nach der Kündigung bei der Influencerin, habe ich ganz ohne meine Familie eine spirituelle Reise nach Peru unternommen. Mit einer Retreat-Gruppe und einer San-Pedro-Zeremonie. Die Reise war wirklich lifechanging.
21. Danach habe ich Studio Alma gegründet und mich getraut, mein Studio anzumieten. Dann kam Corona. Ich hatte viele Aufträge aus der Life-Coaching-Bubble. Vormittags war ich bei den Kindern, nachmittags habe ich mit meinem Mann abgeklatscht und war bis spät abends im Studio. Irgendwann habe ich mir eingestanden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich konnte einfach nicht mehr projektbasiert arbeiten. Unser Privatleben war – in Corona-Zeiten – zu wackelig und nicht planbar.
22. Ich habe eine, naja, sogar mehrere Coaching-Ausbildungen gemacht. Logisch. Ich bin Emtrace-Master Coach (meine seriöse und fundierte Ausbildung, für die ich zwei Jahre gebraucht habe), New-Spirit Coach, Fasten-Leiterin, Gesundheitsberaterin – und natürlich habe ich auch eine Human Design Ausbildung gemacht. Nur um danach zu merken: Mir liegt es gar nicht, mich mit Life- und Gesundheitscoaching zu vermarkten. Also habe ich wieder vollen Fokus auf Studio Alma gesetzt. Meine Skills kommen mir hier und in meinem Alltag sehr zugute.
23. Bei Myers-Briggs bin ich INFJ. Im Human Design ein Generator 5/1 mit nur einem einzigen definierten Kanal.
24. Wenn ich etwas verstehen möchte, versinke ich in Rabbitholes und möchte das Thema dann wirklich in der Tiefe durchdringen.
25. Ich bin der Meinung, dass es fast nichts gibt, was man sich nicht mit YouTube und ChatGPT selbst beibringen kann. Wenn es für etwas eine Anleitung gibt, kann ich das auch. (Ist auch schon schiefgegangen. Haha.)
26. Meine erste Website habe ich mit 19 Jahren gebaut. Schon damals fand ich das Internet unglaublich spannend.
27. Ich liebe Technik-Gadgets, Küchenmaschinen, Roboter und Automatisierungen jeder Art. Natürlich habe ich einen Fensterputz-Roboter. Saug-Wisch auch. Thermomix. Airfryer. Brotbackautomat. Peloton-Laufband. Dafür keine Putzfrau. Und ich würde mir sofort einen Microchip implantieren lassen. Meine Familie macht sich darüber oft lustig – und ich kann mitlachen.
28. Ich trage regelmäßig einen Blutzucker-Messer, um zu checken, wie ich auf bestimmte Lebensmittel reagiere. Mein Schlaf wird durch meine Apple Watch bewertet, noch bevor ich mich selbst frage, wie ich geschlafen habe. Ich liebe Biohacking. Bin aber leider sehr inkonsequent.
29. Meine AirPods Pro sind wie ein Organ für mich. Ich trage sie ständig.
30. Ich bin absoluter Foodie. Mein Lieblingsgericht: mexikanische Tacos. Ich finde, ich mache richtig gute. Und ich liebe süß-salzige Kombinationen jeder Art.
31. Ich liebe Fantasy-Bücher. Auch Romantasy. Das beginnt bei Harry Potter, geht über Cornelia Funke bis zu Alchemised.
32. Ich liebe Pop-Kultur und entdecke Trends gerne früh.
33. Ich habe seit ich arbeiten darf, immer gearbeitet. Ich liebe es, mein eigenes Geld zu verdienen.
34. Ich habe mir mein komplettes Studium selbst finanziert. Es war zeitweise wirklich hart. Ich war oft knapp bei Kasse, konnte keine fancy Auslandssemester machen und habe für mein Praxissemester in Hamburg sogar einen Kredit aufgenommen. Das erzähle ich nicht, um Mitleid zu bekommen, aber die Zeit hat mich und meinen Ehrgeiz geprägt.
35. Dafür hatte ich sehr viele unterschiedliche Nebenjobs: Kleidungsläden von Fast Fashion bis zur edlen Boutique, CD-Verkäuferin bei der Kunden vor mir standen und ein Lied summten das sie suchten (nein, Shazam gab's noch nicht!), Foto-Freistellerin in einem Comic-Merch-Laden (ein Drittel des Geldes war sofort für Merch ausgegeben), Werksstudentin im europäischen Marketing für Pflaster mit Wunden-Foto-Retusche und bei Solinger Schneidwaren-Herstellern.
36. Von meinem ersten selbstverdienten Geld habe ich mir eine Chanel-Lidschattenpalette gekauft. Ich liebe Kosmetik. Ja, ich habe eine innere Tussi in mir. :-P
37. Für meine Diplomarbeit habe ich ein System für die Integration von Ausländern entwickelt und war damit sogar in der Bild-Zeitung.
38. In der Corona-Hochphase hat uns Spiegel Online einen Tag lang in unserem Alltag begleitet. Mein Mann hat sich für Spon sogar 100 Tage am Stück für ein Corona-Tagebuch gefilmt.
39. Ich habe zwei Mal die Kommunionsvorbereitung meiner Kinder als Katechetin begleitet. Nicht weil ich so fromm bin oder weil ich viel Zeit hätte. Ich dachte: Lieber mache ich es auf meine Art als irgendwer anderes. Beim dritten Kind habe ich mich im Vorfeld mit dem Pfarrer überworfen. Richtig heftige Grundsatz-Diskussionen über den Katholizismus. Ergebnis: Das Kind ist bis heute ungetauft.
40. Ich bin tief spirituell, glaube an Energien und die Kraft des Mondes – immer mit einer Prise Ironie. Ich bin aber gleichzeitig sehr pragmatisch und glaube vor allem an die Wissenschaft. Von Schwurblern distanziere ich mich ausdrücklich.
41. Beim Hören von Musik und bei Filmen fühle ich sehr mit. Gänsehaut, Tränen, Kloß im Hals – alles dabei.
42. Ich liebe große Stimmen, kann aber selbst überhaupt nicht gut singen. Singe aber sehr gerne im Auto.
43. Ich habe eine Abneigung gegen die Helikopter-Eltern-Blase. Ich war immer diejenige auf dem Spielplatz ohne Snackbox. Spielplätze – und Spielplatz-Gespräche – finde ich sowas von boring. Zum Glück ist die Zeit vorbei.
44. Wir haben uns ein Traumhaus kernsaniert. Einen freistehenden 60er-Jahre-Bungalow mit riesigem Garten. Um vier Jahre später zu merken: Das macht uns nicht glücklich. Zu viele To-Dos. Überforderung mit dem Garten, furchtbare Nachbarschaft, so viele Verpflichtungen. Wir haben wieder verkauft und wohnen seither glücklich und unbekümmert im Mietshaus.
45. Ich bin regelmäßig absolut überfordert mit meinen Rollen als Mutter und Selbstständige. Ich liebe beides. Struggle aber immer wieder, die Balance zu finden.
46. Mein Overthinking ist mein absoluter Endgegner.
47. Ich habe schon mal Meerschweinchen gegessen. Würde ich heute nicht mehr tun. In Ecuador ist es aber normal.
48. Meinen Stanley Cup trage ich auch nach dem Versiegen des Hypes noch täglich mit mir herum.
49. Ich liebe Online-Marketing und Social Media. Bei allen Schattenseiten – es gibt so positive Beispiele und Erfolgsgeschichten. Eine grandiose Chance haben wir da in der heutigen Zeit.
Bis hier. Jetzt weißt du, mit wem du es zu tun hast.
Falls dich das anspricht und du das Gefühl hast, dass wir gut zusammenpassen: Lass uns reden.