

Marketing
Warum KI dir nicht helfen kann, solange du nicht weißt, wer du bist
Letzte Woche, Frühlingsanfang. Meine Nachbarin schrieb: Lasst uns draußen anstoßen. Wir stehen zusammen, trinken, reden. Wir sind alle sehr unterschiedlich. Unterschiedliche Jobs, Kinder, keine Kinder. Irgendwann kommen wir zum Thema KI.
Die eine erzählt amüsiert, dass ihr Mann alle drei Minuten ChatGPT etwas fragt. Die nächste, eine Lehrerin, erzählt genervt von Schüler*innen, die im Unterricht sprachlich keinen geraden Satz hinbekommen, aber perfekt formulierte Hausaufgaben abliefern. Der dritte kommt freudestrahlend rein. Softwareentwickler. "Die KI erledigt meine Arbeit. Mein Leben ist gerade super."
Dann werde ich gefragt: Wie stehst du dazu? Siehst du das als Bedrohung?
Ich überlege kurz. Nein. Und ja.
Natürlich nimmt KI Designern Arbeit ab. Das könnte ich als Bedrohung sehen. Oder ich könnte jubeln wie mein Nachbar. Was ich stattdessen tue: Ich versuche zu verstehen, was KI wirklich kann. Mit den neuesten Entwicklungen irgendwie mitzuhalten (anstrengend). Und meinen Kund*innen zu helfen, KI so einzusetzen, dass das Ergebnis nicht klingt wie von einer Maschine, sondern wie von ihnen. Nicht nur weil es ihre Texte besser macht und unser gemeinsames Projekt erfolgreicher. Sondern, ganz ehrlich: Weil es auch meine Arbeit erleichtert und meine Prozesse schneller macht.
Und hier wird es interessant.
Das Problem ist nicht das Tool
Denn das größte Problem meiner Kund*innen ist nicht, ein Chatfenster zu bedienen. Es ist nicht die Technik und nicht der Prompt. Das größte Problem ist: Sie wissen nicht, wie sie klingen. Oder klingen wollen. Oder klingen sollten, um genau die Menschen zu erreichen, mit denen sie arbeiten wollen.
Bei manchen geht es noch einen Schritt weiter zurück. Ihr Angebot ist komplex, aber sie haben es nie auf den Punkt gebracht. Sie können nicht in zwei Sätzen sagen, welches Problem sie für wen lösen. Nicht weil sie es nicht können. Sondern weil sie sich die Zeit dafür nie genommen haben.
Und dann sitzen sie vor ChatGPT, geben ein "Schreib mir einen About-Text, professionell aber nahbar" und wundern sich, dass das Ergebnis austauschbar klingt.
Es klingt austauschbar, weil der Input austauschbar war.
Input gleich Output
KI kann nur das herausgeben, was du hineingibst. Das klingt banal. Aber es ist der Grund, warum die meisten Selbstständigen mit KI-generierten Texten unzufrieden sind.
"Professionell, aber nahbar" ist keine Stimme. Es ist eine Worthülse. "Frauen zwischen 30 und 50" ist keine Zielgruppe. Es ist eine Altersgruppe. "Qualität, Nachhaltigkeit, Menschlichkeit" sind keine Werte. Es sind Wörter, die auf jede zweite Website passen.
Wenn du der KI das gibst, bekommst du einen Text, der nach allen und niemandem klingt. Die KI hat kein Problem. Du hast ein Klarheitsproblem.
Und das gilt nicht nur für Texte. Es gilt für alles, was du nach außen trägst. Dein Branding, deine Website, deine Angebote. Wenn die Grundlage unklar ist, wird alles, was darauf aufbaut, beliebig. Egal ob ein Mensch es gestaltet oder eine Maschine.
Was KI wirklich braucht (und du auch)
Ich habe angefangen, für jede Kundin nach der Clarity Session einen Brand Core Guide zu entwickeln. Das ist ein KI-Profil ihrer Marke. Nicht drei Adjektive auf einem Notizzettel. Sondern ein Dokument, das beschreibt, wie diese Person denkt, spricht, entscheidet. Was sie sagt und was sie bewusst nicht sagt. Welche Wörter zu ihr gehören und welche nicht.
Wenn du das einer KI gibst, passiert etwas anderes. Dann kommt kein "könnte von jedem sein"-Text raus. Dann kommt etwas, das zumindest in die richtige Richtung geht. Das man noch feilen muss, klar. Aber das Fundament stimmt.
Der Unterschied ist nicht das Tool. Der Unterschied ist, ob du weißt, wer du bist, bevor du das Tool benutzt.
Die unbequeme Wahrheit über Abkürzungen
Ich verstehe den Wunsch nach Abkürzungen. KI verspricht Geschwindigkeit. Texte in Sekunden, Ideen auf Knopfdruck, Content ohne Ende. Und technisch funktioniert das auch.
Aber Geschwindigkeit ohne Richtung ist Beschäftigung, kein Fortschritt. Du kannst mit KI in einer Stunde zehn Social-Media-Posts schreiben. Wenn keiner davon nach dir klingt, hast du nicht nur eine Stunde verschwendet. Und viel schlimmer: Du hast Vertrauen verloren. Weil Menschen spüren, wenn etwas nicht echt ist. Du kannst dir eine komplette Website texten lassen. Wenn die Texte austauschbar sind, hast du eine austauschbare Website. Schneller als vorher, aber genauso unsichtbar.
Die Abkürzung, die alle suchen, funktioniert nur, wenn die Vorarbeit gemacht ist. Und die Vorarbeit ist keine technische, sondern eine persönliche Frage.
Wofür stehst du? Nicht was steht auf deiner Website. Wofür stehst du wirklich?
Für wen arbeitest du? Nicht "Frauen zwischen 30 und 50". Welche Frauen? Mit welchem Problem? In welcher Situation?
Wie klingst du? Nicht "professionell, aber nahbar". Sondern: Welchen Satz würdest du genau so sagen? Und welchen würdest du nie im Leben benutzen?
Wer das beantworten kann, bekommt von KI brauchbare Ergebnisse. Wer das nicht kann, bekommt Durchschnitt. Egal wie gut der Prompt ist.
Meine eigene Antwort
Ich nutze KI jeden Tag. Für Recherche, für Ideen, fürs Denken. Wahrscheinlich bin ich eine der Ersten in meinem Umfeld, die das wirklich in ihren Arbeitsalltag integriert hat.
Aber die KI funktioniert für mich erst richtig, seit ich weiß, wer ich bin. Seit ich meine Positionierung klar habe. Seit meine Sprache kein Zufall mehr ist. Seit ich meine Werte nicht mehr als Wunschliste formuliere, sondern als gelebte Realität.
Vorher war jedes Ergebnis: Nee, das bin ich nicht. Löschen. Nochmal. Löschen.
Heute sage ich der KI, wie ich denke, wie ich schreibe, was ich nie sagen würde. Und dann kommt etwas, mit dem ich arbeiten kann. Nicht perfekt. Aber in die richtige Richtung.
Das hat nichts mit Technik-Kompetenz zu tun. Es hat mit Klarheit zu tun.
Also nein, ich sehe KI nicht als Bedrohung. Ich sehe sie als Verstärker. Und ein Verstärker macht nur dann Sinn, wenn das Signal klar ist.
Wenn du herausfinden willst, wie klar dein Signal gerade ist: Der Alma Klarheits-Check gibt dir in fünf Minuten eine ehrliche Einordnung.
Wie klar ist deine Marke wirklich? Finde es heraus.
Wie klar ist deine Marke wirklich? Finde es heraus.
Letzte Woche, Frühlingsanfang. Meine Nachbarin schrieb: Lasst uns draußen anstoßen. Wir stehen zusammen, trinken, reden. Wir sind alle sehr unterschiedlich. Unterschiedliche Jobs, Kinder, keine Kinder. Irgendwann kommen wir zum Thema KI.
Die eine erzählt amüsiert, dass ihr Mann alle drei Minuten ChatGPT etwas fragt. Die nächste, eine Lehrerin, erzählt genervt von Schüler*innen, die im Unterricht sprachlich keinen geraden Satz hinbekommen, aber perfekt formulierte Hausaufgaben abliefern. Der dritte kommt freudestrahlend rein. Softwareentwickler. "Die KI erledigt meine Arbeit. Mein Leben ist gerade super."
Dann werde ich gefragt: Wie stehst du dazu? Siehst du das als Bedrohung?
Ich überlege kurz. Nein. Und ja.
Natürlich nimmt KI Designern Arbeit ab. Das könnte ich als Bedrohung sehen. Oder ich könnte jubeln wie mein Nachbar. Was ich stattdessen tue: Ich versuche zu verstehen, was KI wirklich kann. Mit den neuesten Entwicklungen irgendwie mitzuhalten (anstrengend). Und meinen Kund*innen zu helfen, KI so einzusetzen, dass das Ergebnis nicht klingt wie von einer Maschine, sondern wie von ihnen. Nicht nur weil es ihre Texte besser macht und unser gemeinsames Projekt erfolgreicher. Sondern, ganz ehrlich: Weil es auch meine Arbeit erleichtert und meine Prozesse schneller macht.
Und hier wird es interessant.
Das Problem ist nicht das Tool
Denn das größte Problem meiner Kund*innen ist nicht, ein Chatfenster zu bedienen. Es ist nicht die Technik und nicht der Prompt. Das größte Problem ist: Sie wissen nicht, wie sie klingen. Oder klingen wollen. Oder klingen sollten, um genau die Menschen zu erreichen, mit denen sie arbeiten wollen.
Bei manchen geht es noch einen Schritt weiter zurück. Ihr Angebot ist komplex, aber sie haben es nie auf den Punkt gebracht. Sie können nicht in zwei Sätzen sagen, welches Problem sie für wen lösen. Nicht weil sie es nicht können. Sondern weil sie sich die Zeit dafür nie genommen haben.
Und dann sitzen sie vor ChatGPT, geben ein "Schreib mir einen About-Text, professionell aber nahbar" und wundern sich, dass das Ergebnis austauschbar klingt.
Es klingt austauschbar, weil der Input austauschbar war.
Input gleich Output
KI kann nur das herausgeben, was du hineingibst. Das klingt banal. Aber es ist der Grund, warum die meisten Selbstständigen mit KI-generierten Texten unzufrieden sind.
"Professionell, aber nahbar" ist keine Stimme. Es ist eine Worthülse. "Frauen zwischen 30 und 50" ist keine Zielgruppe. Es ist eine Altersgruppe. "Qualität, Nachhaltigkeit, Menschlichkeit" sind keine Werte. Es sind Wörter, die auf jede zweite Website passen.
Wenn du der KI das gibst, bekommst du einen Text, der nach allen und niemandem klingt. Die KI hat kein Problem. Du hast ein Klarheitsproblem.
Und das gilt nicht nur für Texte. Es gilt für alles, was du nach außen trägst. Dein Branding, deine Website, deine Angebote. Wenn die Grundlage unklar ist, wird alles, was darauf aufbaut, beliebig. Egal ob ein Mensch es gestaltet oder eine Maschine.
Was KI wirklich braucht (und du auch)
Ich habe angefangen, für jede Kundin nach der Clarity Session einen Brand Core Guide zu entwickeln. Das ist ein KI-Profil ihrer Marke. Nicht drei Adjektive auf einem Notizzettel. Sondern ein Dokument, das beschreibt, wie diese Person denkt, spricht, entscheidet. Was sie sagt und was sie bewusst nicht sagt. Welche Wörter zu ihr gehören und welche nicht.
Wenn du das einer KI gibst, passiert etwas anderes. Dann kommt kein "könnte von jedem sein"-Text raus. Dann kommt etwas, das zumindest in die richtige Richtung geht. Das man noch feilen muss, klar. Aber das Fundament stimmt.
Der Unterschied ist nicht das Tool. Der Unterschied ist, ob du weißt, wer du bist, bevor du das Tool benutzt.
Die unbequeme Wahrheit über Abkürzungen
Ich verstehe den Wunsch nach Abkürzungen. KI verspricht Geschwindigkeit. Texte in Sekunden, Ideen auf Knopfdruck, Content ohne Ende. Und technisch funktioniert das auch.
Aber Geschwindigkeit ohne Richtung ist Beschäftigung, kein Fortschritt. Du kannst mit KI in einer Stunde zehn Social-Media-Posts schreiben. Wenn keiner davon nach dir klingt, hast du nicht nur eine Stunde verschwendet. Und viel schlimmer: Du hast Vertrauen verloren. Weil Menschen spüren, wenn etwas nicht echt ist. Du kannst dir eine komplette Website texten lassen. Wenn die Texte austauschbar sind, hast du eine austauschbare Website. Schneller als vorher, aber genauso unsichtbar.
Die Abkürzung, die alle suchen, funktioniert nur, wenn die Vorarbeit gemacht ist. Und die Vorarbeit ist keine technische, sondern eine persönliche Frage.
Wofür stehst du? Nicht was steht auf deiner Website. Wofür stehst du wirklich?
Für wen arbeitest du? Nicht "Frauen zwischen 30 und 50". Welche Frauen? Mit welchem Problem? In welcher Situation?
Wie klingst du? Nicht "professionell, aber nahbar". Sondern: Welchen Satz würdest du genau so sagen? Und welchen würdest du nie im Leben benutzen?
Wer das beantworten kann, bekommt von KI brauchbare Ergebnisse. Wer das nicht kann, bekommt Durchschnitt. Egal wie gut der Prompt ist.
Meine eigene Antwort
Ich nutze KI jeden Tag. Für Recherche, für Ideen, fürs Denken. Wahrscheinlich bin ich eine der Ersten in meinem Umfeld, die das wirklich in ihren Arbeitsalltag integriert hat.
Aber die KI funktioniert für mich erst richtig, seit ich weiß, wer ich bin. Seit ich meine Positionierung klar habe. Seit meine Sprache kein Zufall mehr ist. Seit ich meine Werte nicht mehr als Wunschliste formuliere, sondern als gelebte Realität.
Vorher war jedes Ergebnis: Nee, das bin ich nicht. Löschen. Nochmal. Löschen.
Heute sage ich der KI, wie ich denke, wie ich schreibe, was ich nie sagen würde. Und dann kommt etwas, mit dem ich arbeiten kann. Nicht perfekt. Aber in die richtige Richtung.
Das hat nichts mit Technik-Kompetenz zu tun. Es hat mit Klarheit zu tun.
Also nein, ich sehe KI nicht als Bedrohung. Ich sehe sie als Verstärker. Und ein Verstärker macht nur dann Sinn, wenn das Signal klar ist.
Wenn du herausfinden willst, wie klar dein Signal gerade ist: Der Alma Klarheits-Check gibt dir in fünf Minuten eine ehrliche Einordnung.