Marketing

SEO ist kein Trick. Du musst nur wissen, wonach jemand sucht, um dich zu finden.

Ich hatte neulich ein Gespräch mit einer Kundin, die seit zwei Jahren eine wirklich gute Website hat. Durchdachtes Branding, klare Texte, schöne Bildsprache. Und trotzdem sagte sie: „Es kommt einfach niemand. Ich bekomme meine Kundinnen über Empfehlungen, über Instagram, über persönliche Kontakte. Aber über die Website selbst? Fast nie.“

Ich habe mir ihre Seite angeschaut und sofort gesehen, woran es liegt. Die Texte waren gut geschrieben, aber für die falsche Leserin. Sie waren für Menschen geschrieben, die sie bereits kennen. Für jemanden, der über Google auf ihre Seite stoßen würde, war nichts da. Keine Frage beantwortet, die eine Fremde stellen würde. Kein einziger Satz, den jemand in eine Suchmaschine tippen könnte.

Das ist kein Einzelfall. Die meisten Websites von Selbstständigen haben dieses Problem.

Was SEO eigentlich ist

Suchmaschinenoptimierung klingt technisch, kompliziert und nach etwas, das man an eine Agentur auslagern muss. Dieses Bild ist veraltet.

Im Kern ist SEO etwas sehr Einfaches: Du findest heraus, welche Fragen deine Wunschkundinnen bei Google eintippen. Und dann beantwortest du diese Fragen auf deiner Website. Besser, ehrlicher und hilfreicher als alle anderen.

Das war es. Wirklich.

Natürlich gibt es technische Details. Ladezeiten, Seitenstruktur, Meta-Beschreibungen. Aber das ist der Rahmen, nicht der Inhalt. Der Inhalt ist immer derselbe: Verstehe, was jemand sucht, und liefere die beste Antwort.

Warum SEO gerade für Solopreneurinnen so relevant ist

Wenn du keine Lust hast, täglich auf Instagram zu posten und kein Budget für Anzeigen ausgeben willst, bleibt die Frage: Wie finden Menschen zu dir?

SEO ist der einzige Kanal, der für dich arbeitet, während du etwas anderes tust. Ein Blogartikel, den du heute schreibst, kann in sechs Monaten noch Besucherinnen auf deine Website bringen. Ohne dass du dafür nochmal etwas tun musst. Ohne Algorithmus-Pflege. Ohne tägliche Präsenz.

Das unterscheidet SEO grundlegend von Social Media. Bei Instagram investierst du Zeit und die Wirkung verpufft nach schlimmstenfalls 24 Stunden. Bei SEO investierst du einmal Zeit und die Wirkung baut sich über Monate auf.

Für jemanden, der alleine arbeitet und keine endlosen Stunden ins Marketing stecken kann, ist das ein enormer Hebel.

Die drei Dinge, die wirklich zählen

Ich könnte jetzt einen technischen Vortrag halten. Mache ich aber nicht. Stattdessen die drei Bereiche, die für Selbstständige mit einer Dienstleistungswebsite den größten Unterschied machen.

Erstens: Die richtigen Themen. Bevor du irgendetwas schreibst, musst du wissen, wonach deine Zielgruppe sucht. Das klingt offensichtlich, wird aber ständig ignoriert. Die meisten Selbstständigen schreiben über das, was sie interessiert, statt über das, was ihre Kundinnen googeln. Das sind oft zwei verschiedene Dinge.

Ein Beispiel: Du bist Ernährungsberaterin und schreibst einen Artikel über die biochemischen Grundlagen der Darmgesundheit. Fachlich super. Aber deine Wunschkundin googelt nicht „Biochemie Darm". Sie googelt „ständig Blähbauch was tun". Der Inhalt könnte derselbe sein. Aber die Eingangstür muss die richtige sein.

Zweitens: Die Seitenstruktur. Google muss verstehen können, wovon deine Seite handelt. Das heißt: klare Überschriften, die tatsächlich beschreiben, was im Abschnitt steht. Eine logische Reihenfolge. Und eine URL, die nicht aus zufälligen Zeichen besteht, sondern aus Worten, die ein Mensch lesen kann.

Das klingt banal, aber du wärst überrascht, wie viele Websites Überschriften rein dekorativ einsetzen. Groß und fett, weil es schön aussieht, ohne Bezug zum Inhalt. Google kann damit wenig anfangen. Und deine Besucherin auch nicht.

Drittens: Die Texte auf deinen Kernseiten. Deine Startseite, deine Angebotsseiten, deine Über-mich-Seite. Diese Seiten müssen die Begriffe enthalten, unter denen du gefunden werden willst. Wenn du Webdesignerin in Hamburg bist, aber auf keiner deiner Seiten „Webdesign Hamburg" steht, wird Google dich unter diesem Begriff schlicht nicht anzeigen. So einfach ist das manchmal.

Was du sofort tun kannst

Öffne ein neues Tab und tippe den Anfang einer Frage ein, die deine Kundinnen haben könnten. Schau dir an, welche Vorschläge Google dir automatisch anzeigt. Das sind echte Suchanfragen von echten Menschen. Schreib sie auf.

Dann schau dir deine Website an und frag dich: Beantworte ich irgendwo eine dieser Fragen? Wenn ja, ist die Antwort gut genug, dass jemand danach nicht weitersuchen muss? Wenn nein, hast du gerade dein nächstes Blogthema gefunden.

Das ist keine Raketenwissenschaft. Es erfordert nur, dass du aufhörst, über dich zu schreiben, und anfängst, für die Person zu schreiben, die dich noch nicht kennt.

SEO verändert sich gerade. Und das ist gut für dich.

Es gibt eine Entwicklung, die man als Selbstständige im Blick haben sollte: Immer mehr Menschen suchen nicht mehr bei Google. Sie fragen direkt bei ChatGPT, Gemini oder Claude. Statt zehn Links durchzuklicken, wollen sie eine Antwort. Sofort, zusammengefasst, auf den Punkt.

Das klingt erst mal bedrohlich. Aber für Solopreneurinnen mit klarer Positionierung ist es eine Chance.

Denn KI-Modelle empfehlen bevorzugt Inhalte, die klar formuliert sind, eine erkennbare Haltung haben und Fragen direkt beantworten. Also genau das, was ein guter Blogartikel ohnehin tun sollte. Wer seine Website bisher nur für Google optimiert hat, erreicht in Zukunft nur noch die Hälfte der Suchenden. Wer hingegen klar schreibt, Fachbegriffe erklärt und Zusammenhänge aufbaut, wird von beiden gefunden: von der Suchmaschine und vom Sprachmodell.

Das Gute daran: Du musst dafür nichts grundlegend anders machen. Klare Sprache, echte Expertise und eine erkennbare Stimme, das ist nicht nur gutes SEO. Es ist auch genau das, was KI-Modelle brauchen, um dich als Quelle zu zitieren.

Der häufigste Einwand

„Aber ich will meine Texte nicht für Google schreiben. Ich will, dass sie nach mir klingen."

Das verstehe ich. Und ich sage: Beides ist kein Widerspruch.

SEO bedeutet nicht, dass du deine Texte mit Keywords vollstopfst, bis sie nach Werbeprospekt klingen. Es bedeutet, dass du bewusst die Sprache deiner Zielgruppe verwendest. Dass du die Fragen aufgreifst, die sie tatsächlich beschäftigen. Dass du deine Expertise dort zeigst, wo jemand danach sucht.

Deine Stimme, deine Haltung, deine Art zu denken, das alles bleibt. SEO gibt dem Ganzen nur eine Eingangstür, durch die auch Fremde hineinfinden.

Wann SEO keinen Sinn ergibt

Ehrliche Einordnung: Wenn du gerade erst startest und noch gar nicht weißt, wer deine Zielgruppe ist, bringt SEO dir wenig. Dann optimierst du für eine Zielgruppe, die du noch nicht verstehst. Und das Ergebnis wird genauso unscharf sein wie alles andere.

SEO funktioniert dann, wenn du Klarheit hast. Wenn du weißt, für wen du arbeitest, was du anbietest und wie du darüber sprichst. Dann kann SEO diese Klarheit sichtbar machen, für Menschen, die noch nie von dir gehört haben.

Ohne diese Grundlage ist SEO nur Technik ohne Richtung.

Wenn du merkst, dass die Frage vor SEO noch offen ist, wer du bist und für wen du arbeitest, fängt alles mit Klarheit an.

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Du weißt, dass du an deiner Marke arbeiten willst.

Dann ist die Clarity Session der direkte Weg. Zwei Stunden, in denen wir gemeinsam herausarbeiten, wofür dein Business wirklich steht.

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